Geisenfeld entstand als Siedlung zwischen 500 und 700 nach Chr., als sich eingewanderte Bajuwaren aus Böhmen hier ansiedelten. Ihr Anführer war ein gewisser Giso oder Gisil, der seinen Namen dem typisch germanischen Haufendorf übertrug.
Vor 1030 lautete die Bezeichnung Gisilfeld, Gisinvelt oder auch Gisenvelt. Erst als im Jahre 1030 Graf Eberhard von Sempt und Ebersberg das Benediktinerkloster stiftete, blühte der Ort so richtig auf. Im Jahre 1310 erhielt Geisenfeld die Marktrechte.
Die nächsten Jahrhunderte waren gezeichnet von Kriegen und
Zerstörung. Darunter hatte auch Geisenfeld zu leiden. Trotzdem wurde das
bis heute erhaltene Rathaus im Jahre 1626 unter Bürgermeister
Dormayr fertiggestellt. Um 1558 wurde im Markt eine ständige
Poststation eingerichtet und im Jahre 1664 verkehrte die Post
von München nach Regensburg über die Station in Geisenfeld.
Mit der Säkularistation im Jahre 1803 wurden auch die
Befestigungsmauern im Jahre 1805 abgebrochen. Geisenfeld erhielt
1839 die erste Straßenbeleuchtung und 1842
wurde das erste Krankenhaus eröffnet. Die Eisenbahnlinie wurde im Jahre
1906 zwischen Geisenfeld und Wolnzach eröffnet und 1933/34
wurde die zentrale Wasserversorgung mit dem heute noch stehenden Wahrzeichen,
dem Wasserturm, gebaut. Am 18.November 1952 wurden dem Markt
Geisenfeld die Stadtrechte verliehen. Damals zählt Geisenfeld 3.100 Einwohner.
Heute zählt die Stadt Geisenfeld knapp 10.000 Einwohner.
Im Januar 1982 beschlossen einige Idealisten, in dem freigewordenen alten Rathaus in einem Zimmer eine Ausstellung von alten Exponaten vorzunehmen. Dieser Vorschlag fand beim damaligen 1. Bürgermeister Anton Wolf Gefallen. Nach der ersten Ausstellung war die Begeisterung bei den Bürgern und auch bei vielen Stadträten so groß, dass man sich entschloss, weitere Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Man konnte bereits damals mit den vorhandenen Leihgaben das komplette Erdgeschoss füllen. Die Besucher waren begeistert und viele boten Leihgaben zur Ausstellung an.
Am 12.03.1982 wurde der Verein Hallertauer
Hopfen- und Heimatmuseum Geisenfeld e.V. gegründet.
Zum 1. Vorsitzenden wurde damals Josef Heinzlmeier
gewählt, der heute das Amt des Ehrenvorsitzenden bekleidet. Vom 30.11.1990
bis 12.11.2009 war Herbert Helmberger der Vorstand dieses
Museums.
In 13 Räumen werden etwa 500 Exponate ausgestellt, die von Landwirtschaft, Handwerk und Brauchtum bis hin zum Hopfenbau reichen.